Briefe an den Cowboy. (Heute: Hatschi.)

Titelbild

 

ich wusste ja schon immer, dass ich eine ganz besondere Gabe habe.
Und zwar: meinen mir hart verdienten Urlaub sinnvoll zu gestalten.
Da bin ich sozusagen Profi drin. Mit Auszeichnung. Das kann nämlich nicht jeder.
Diesmal habe ich mir wieder etwas ganz besonderes einfallen lassen.
Wie schon das letzte Mal.
Und davor.
Und davor auch.
Tusch!
Ich gönne mir eine fette Erkältung.
Jippie!
Während ich mir also im 10 Sekunden Takt die Nase schnäuze und mindestens ebenso geräuschvoll jammere, kläre ich mit dem entzückenden Agent Cooper den Mordfall an Laura Palmer auf.
Krank sein im Urlaub ist eine ziemlich fade Angelegenheit (auch wenn sie mit spannender Aufklärungsarbeit verbunden ist), während andere da draußen den plötzlichen Wetterumschwung mit guter Laune zelebrieren.

Gute Laune lehne ich, Pardon, derzeit ab.

Ich stelle mir vor, wie auch du topfit auf deinem Pferd durch die sommerlichen Straßen flanierst, mit Sonne, Drinks und einem Dauergrinsen, schief wie, ...na du weißt schon.

Aus sicherer Quelle (mit Sonnenbrand) weiß ich zufällig, dass die Sonne da draußen echt ist und nicht nur Kulisse. Hier in meinem Bett, in das die Sonne nämlich ordentlich hineinknallt und in dem ich, wider Willen, mit Schal, Mütze und Sonnenbrille liege, fühle ich mich aber doch ein wenig deplatziert.
Der Sommer hat schon angefangen und ich darf nicht mitspielen.
Toll.

Dann schreibe ich halt Postkarten aus dem "Urlaub":

Lieber Cowboy, möchtest du nicht mal bei mir vorbeireiten und ein wenig Staub aufwirbeln?
Den Cowboyhut darfst, nein, musst du im Bett auch auflassen.
Oder ich reiche Sonnencreme zur Hühnerbrühe.  

 

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