Briefe an den Cowboy. (Heute: Tschüss.)

Titelbild

„Wir beginnen das zu begehren, was wir täglich sehen.“

Diese Weisheit habe ich von Hannibal Lecter aus „Das Schweigen der Lämmer“
---- und da wusste ich auf einmal was mir fehlt.----

Das ist auch der Grund, warum ich mich nun verabschiede. Von dir. Von uns. Vorerst. Eine Pause sozusagen.
Es tut mir leid, lieber Cowboy, deine langen Ausritte haben dich uninteressant gemacht, ich begehre dich nicht mehr, kaum weiß ich, wie lang dein Haar nun ist, flattern es schon im Wind?
Wie ich diese vorläufige Trennung von dir aber am besten formuliere (nur für den Fall, das du diesen Brief wirklich liest), welcher Wortlaut dafür angebracht wäre, weiß ich nicht.

„Tschüss, Cowboy,“ vielleicht? Oder klingt das zu galopp äh salopp?

Mögliche andere Verabschiedungen könnten lauten (vom Verlag noch nicht bestätigt):

1. Lieber Cowboy, ich mache Frühjahrsputz und du fliegst raus.

2. Ich will kein Cowboy als Mann.

3. Rinjehauen.

"Wir beginnen das zu begehren, was wir täglich sehen."
Neben mir fragte einer, warum das Gleiche eigentlich nicht für die Ehe gilt. Darauf wusste niemand eine Antwort. Aber ich vermute mal, die Antwort liegt zu nahe. Einfach mal die Hand ausstrecken. 

Da. 
Aua. 

Kommentare & Bewertungen

Jetzt selbst kommentieren/bewerten!

© 2017 artileipzig.de - Sonja Laaser. All rights reserved.
all graphics, logos, designs, page headers, buttons, icons and other service names are the trademarks of nachtausgabe.de GmbH.