Das Wunderkind des Soul

Mayer Hawthorne zu Gast im Conne Island Site4 von Denis Gießler (03.11.2013)
Titelbild

Woran merkt ein Musiker, dass er „es“ geschafft hat? An einem hohen Bekanntheitsgrad, verglichen mit Kollegen, die „es“ auch geschafft haben? Daran, dass Cover seiner Lieder auf Youtube auftauchen und fette Deals mit großen Plattenfirmen, Bekanntschaften mit den richtig großen Haien im Geschäft?

Mayer Hawthorne ist einer dieser Künstler, denen ihr Erfolg Recht gibt. Es scheint, dass er bereits alle Punkte der vorherigen Liste abgearbeitet hat, aber trotzdem einfach nicht aufhören kann, unglaublich gute Musik zu machen. In Andrew Mayer Cohens Fall, denn so heißt der Strippenzieher hinter dem Projekt Mayer Hawthorne eigentlich, ist diese unglaublich gute Musik moderner Soul. Keine bloße Imitation der alteingesessenen Größen wie beispielsweise Curtis Mayfield, Isaac Hayes oder auch Smokey Robinson, sondern Neuschöpfungen, die schon beim ersten Hören zum persönlichen Klassiker werden.

Wie so oft liegen die Wurzeln dieses kreativen Wunderkinds schon im elterlichen Heim, in Cohens Fall liegt dieses in der Nähe von Detroit. Dort entdeckte er die genannten Könige des Soul, die ihn natürlich auch zu seinem ersten Album „A Strange Arrangement“ aus dem Jahr 2009 inspirierten. Komplett selbst produziert, zeigt es deutlich Hawthornes eigenen Stil, geschickt Hip-Hop, Soul, R ‚n‘ B und Blues miteinander zu kombinieren. Vom ersten Album bleiben dabei vor allem Songs wie „One Track Mind“, „Just Ain’t Gonna Work Out“ und „Maybe So, Maybe No“ im Gedächtnis. Witzige Anekdote nebenbei: Ursprünglich in der Hip-Hop-Szene als Produzent tätig, machte Cohen Soulmusik anfänglich nur „zum Spaß“, er dazu ganz konkret: „Es ist eine teure und nervtötende Prozedur, wenn man die Erlaubnis für die Verwendung eines Samples einholen muss. Ich wollte mal sehen, ob ich die Sounds, die ich brauche, nicht auch selbst einspielen kann.“ Bürokratie hatte in diesem Fall sogar mal etwas Gutes, kam der Multi-Instrumentalist so doch schließlich zum Soul.

Auch seine beiden letzten Alben „How Do You Do“ (2011) und „Where Does This Door Go“ (2013) waren ein voller Erfolg und zeugen von den Fähigkeiten dieses Ausnahmekünstlers, der alle Songs im Alleingang eingespielt hat. Und nun kommt ausgerechnet dieser musikalische Tausendsassa am 9. November nach Leipzig ins Conne Island, um die Bühne zu rocken. Die ARTiLeipzig-Redaktion ist selbstverständlich mittendrin im Geschehen und berichtet darüber.

Weitere Infos:

WO: Conne Island

WANN: 09.11.; Einlass 19:00 Uhr; Beginn 20:00 Uhr

WIEVIEL: 22,50 € (VVK)

www.mayerhawthorne.de

http://www.conne-island.de/termin/nr4002.html

 

Über die Autoren: Eva Bretschneider (21) und Denis Gießler (23) studieren beide in Leipzig.

Kommentare & Bewertungen (3) 

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James Williams
James Williams am 15.12.2016 um 15:12 Uhr
Soul is not dead. Let's spread that idea!
Isabella Etheridge
Isabella Etheridge am 19.10.2016 um 00:20 Uhr
He looks really good and sings even better!
Elizabeth Anderson
Elizabeth Anderson am 30.09.2016 um 22:08 Uhr
Insane voice, I am in love really!

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