Von Gemütlichkeit, Prinzipien und Punksein

Captain PlanET spielten am Freitag Abend mit Support von Yachten aus Hamburg im Werk II. ARTi Leipzig war für euch dabei und ist nach dem Konzert noch mal hinter die Kulissen geschlüpft. Marco (b) und Arne (vc,git) haben uns ein paar Fragen beantwortet. Site4 von Luise Volkmann (03.11.2013)
Titelbild

ARTi: Ich habe euch zum letzten Mal vor 6 Jahren gesehen. Was hat sich seitdem verändert?

Marco: Wir haben uns zum Beispiel vermehrt: Wir sind 5 geworden.


ARTi: Spielt ihr noch manchmal in so kleinen Läden wie damals?
 
Marco: Ja, auf jeden Fall. Uns geht es in erster Linie um den Spaß. Natürlich suchen wir uns bei 30 Konzerten im Jahr die besten Angebote raus. Wir wollen einfach nur viele Leute erreichen. Das Finanzielle ist da nebensächlich.

 

ARTi: Wo seht ihr euch in 6 Jahren?

Arne: Uff..naja, wir haben alle noch ein anderes Leben neben der Band und keiner von uns ist bereit, das total für diese Gruppe aufzugeben, deswegen stagnieren wir manchmal. Ich frag mich oft: Geht es noch weiter? Aber bisher ist es immer weiter gegangen und auch gewachsen.

Marco: Wir managen uns komplett selbst. Deswegen sind wir jetzt auch nicht auf riesen Erfolg aus. Aber mit unserer Gemütlichkeit und unseren Prinzipien sind wir bisher immer irgendwie weitergekommen.

 

ARTi: Wie würdet ihr eure Musik jemandem beschreiben, der nichts von Punk versteht?

Marco: "Wie die Ärzte nur nicht witzig". Nur ein Scherz.
Arne: Klassische Rockbesetzung plus dritte Gitarre. Melodiös.
Marco: Text von urbaner Tristesse.

 

ARTi: Wächst man aus dem Punk sein raus?

Arne: Na, ein paar von uns kommen aus der Skate Punk Bewegung. Das bin ich jetzt nicht mehr. Aber ich habe die Offenheit und Entspanntheit behalten.

Marco: Ich bin seitdem ich 15 bin in dem Punk-Ding drinnen und nie wieder rausgekommen. Und das ist auch gut so!

 

ARTi: Wenn man so lange die gleichen Songs spielt, entsteht da eine Erwartungshaltung gegenüber dem Publikum?

Arne: Es ist auf jeden Fall immer spannend neue Titel zu spielen und dann aber auch mitzuverfolgen, wie sich die Songs entwickeln. Die meisten haben ganz schnell eine Eigene Dynamik im Publikum.

 

ARTi: Was wollt ihr erreichen mit eurer Musik?

Marco: Unser Herzblut nach draußen transportieren.

Arne: Ich finde so toll, dass wir etwas schaffen, was bleibt. Für mich sind die Lieder auch so eine Art abstraktes Tagebuch.

 

ARTi: Wart ihr schön öfters in Leipzig?

Beide: Ja. Schon oft. Leipzig ist ja sowieso ein Magnet. Viele Freunde von uns wohnen auch hier.

 

ARTi: Danke für eure Zeit.

Kommentare & Bewertungen (2) 

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Helen Murphy
Helen Murphy am 27.02.2017 um 08:40 Uhr
What a great scene that was. Insane article as well!
Emma Johnson
Emma Johnson am 11.08.2016 um 13:18 Uhr
Wow, this photo is really well taken! Great lighting game. And Gemtlichkeit is insane.

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